Herzlich willkommen auf der Homepage der Chemnitzer Jakobspilger – einer Gruppe von Pilgern, die es schon bis nach Santiago de Compostela geschafft haben, oder noch auf „dem Weg“ sind.

 

—- Das nächste Treffen findet Dienstag, dem 31. Mai 2016, um 19.00 Uhr, wieder in der Gaststätte Dynasty, Str.d. Nationen 92, statt. Interessierte sind herzlich eingeladen!

Wie ich  erfahren habe, gelten ab 1. April 2016 nur noch die in Santiago de Compostela ausgegebenen Credenciales/Pilgerausweise für den Erhalt der Compostela.
Original Credenciales / Pilgerausweise für den Erhalt der Compostela können ab sofort über den Verein Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße e.V. zum Preis von 6,00€ bezogen werden.

 

Zu unserem letzten Stammtisch, wieder mit vielen, auch neuen Freunden, hatten wir Gert Kleinsteuber aus Delitzsch zu Gast.

Sein Vortrag über den Camino Primitivo fand großen Anklang und bei einigen Teilnehmern kam sofort der Wunsch auf, diesen Weg auch einmal zu gehen.

Wer mehr über Gert Kleinsteuber wissen  und Bilder auch von seiner Tour auf dem Sächsischen Jakobsweg sehen möchte, kann die folgenden Links nutzen.

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http://gert-kleinsteuber.de/WP/?cat=42

 

https://plus.google.com/107047851965745890517/posts/YEgCkKNCFP3?pid=6061892477232761730&oid=107047851965745890517

 

 

 

Pilger Falk Ritter hat wieder einmal Aufnahmen vom Sächsischen Jakobsweg, diesmal zwischen Chemnitz und Stollberg, gemacht und die einzigen Tage mit Schnee „erwischt“.

https://picasaweb.google.com/117525918828076914284/20160122?authkey=Gv1sRgCJTmrKmyifazyAE&feat=email

 

 

Chemnitzer Jakobspilger engagieren sich im Verein Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße

FREIE PRESSE meldet:

Chemnitzer leitet sächsischen Jakobsweg-Verein13907221c8a

Der Chemnitzer Heinz-Werner Lehmann (Foto) ist der neue Vorsitzende des Vereins Sächsischer Jakobsweg. Der 67-Jährige tritt in dieser Funktion die Nachfolge des Dresdner Journalisten Ulrich Wolf an, der das Amt aus beruflichen Gründen abgab, aber weiter im Vorstand mitarbeitet.

Mit Karla Minkos als Schatzmeisterin gehört dem Vereinsvorstand eine weitere Chemnitzerin an. Der 295 Kilometer lange sächsische Jakobsweg führt von Bautzen über Chemnitz nach Hof. 

 

 

 

Einmalig: Pilger drehen in Jahnsdorf ihre Runden

Sie hat das Prädikat, die weltweit erste zu sein: Seit diesem Jahr dreht sich in Jahnsdorf, endlich vollständig, eine drei Meter hohe Pyramide, die – passend zum sächsischen Jakobsweg – nicht nur von Engeln oder Bergmännern geschmückt wird.

Jahnsdorf. Einen solchen Anblick gibt es nicht alle Tage. Mit dem Wintereinbruch in Sachsen versinken der Petersdom und die Kathetrale von Santiago de Compostella im erzgebirgischen Schnee. Diese beiden großen europäischen Pilgerziele drehen sich seit diesem Jahr gemeinsam auf der weltweit ersten erzgebirgischen Pilgerpyramide. Und diese steht in Jahnsdorf.

Seit Jahren hat Dietmar Peger ein Ziel: eine Pyramide nach eigenen Ideen gestalten. „Aber wie es im Leben ist: Vieles bleibt liegen, was man sich vornimmt“, meint der 57-Jährige. 2014 lief der Jahnsdorfer Pilgerfreund mit Marie Josée aus dem kanadischen Quebec auf der Via Francigena, der Frankenstraße, von Lausanne ins Aostatal. Auf dem Großen St. Bernhard kam ihm die Idee, das Pilgern mit den christlichen Traditionen seiner erzgebirgischen Heimat zu verbinden. Zuhause angekommen, sprach er mit dem Holzartikelhersteller Michael Hübner über seine Idee. Daraus entstand die rund drei Meter hohe Pilgerpyramide

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In diesem Jahr ging Dietmar Peger innerhalb von fünf Wochen die restlichen rund 850 Kilometer von Donnas nach Rom. Am Ziel, dem Petersdom, angekommen, merkte er, dass ein wesentliches Gebäude auf der Pilgerpyramide fehlt. Nach Absprache mit dem Verein „Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße“, dem er diese thematisch einzigartige Pyramide gestiftet hatte, war klar, dass der Petersdom unbedingt dazugehört.

„Damit ist das Projekt nun beendet“, sagt Peger zufrieden. Er hat von Christfried Baldauf sogar die Bestätigung bekommen, dass es ein solches Exemplar kein zweites Mal gibt. Der Pfarrer in Rente beruft sich auf seine 2000 Dias umfassende Sammlung von sage und schreibe 702 Pyramiden.

Zwischen den beiden großen europäischen Pilgerzielen wurden auf der Pyramide noch zwei Pilger platziert – ein mittelalterlicher und ein moderner. „Den modernen Pilger habe ich meinen Pilgerfreund Bjørn Åstveit gewidmet. Die große Pyramide, die an der Pilgerherberge der Familie Peger in Jahnsdorf steht, ist außerdem auch im Kleinformat in limitierter Auflage erhältlich.

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Pyramidenanschieben am Sächsischen Jakobsweg in Jahnsdorf

Auch in diesem Jahr findet am Sonnabend, dem 28. November 2015, das Pyramidenanschieben der (nunmehr durch einen Sachverständigen mit Testat bestätigten) weltweit ersten erzgebirgischen Pilgerpyramide durch den Verein „Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße“ statt.

Die Pyramide befindet sich in Jahnsdorf/Erzgebirge am 3000-km-Stein des Jakobsweges direkt an der Pilgerherberge der Familie Peger, Thalheimer Straße 21a.

Was erwartet alle Gäste?

14.00 Uhr Beginn des Weihnachtsmaktes

14.00 bis 16.30 Uhr Ronneburger Turmbläser

16.30 Uhr Pyramidenweihe und Anschieben der Pyramide

Drumherum auf dem Hof:

Ausgabe von Glühwein

Kalb vom Spieß, Rauchwurst und Kalbsroster (von Erzeugern vor Ort)

Außenveranstaltung mit Aufwärmmöglichkeiten

Lagerfeuer auf dem Hof mit Stockbrot

Wir freuen uns auf viele Besucher in Jahnsdorf.

Gesponsert wird diese Veranstaltung auch in diesem Jahr durch die Firma Trozowski & Peger GmbH u. Co. KG (Autoglaserei, Sattlerei und Hagelschadenzentrum)

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Pilgerin Almut Pöhl aus Dresden trifft bei Regenwetter auf ihrer Tour auf dem Sächsischen Jakobsweg von 14ffae1bac8Dresden nach Hof in Chemnitz ein und sucht Schutz unter dem Jakobus am Rathaus in Chemnitz.

Hoffentlich hatte sie auch schönere Tage.

Buen Camino

 

 

 

 

 

Nordic-Working-Tour einmal anders

Der Heimatverein aus Dittmannsdorf bei Gornau verlegte diesmal seine Tour auf den Sächsischen Jakobsweg und wurde am Meilenstein herzlich begrüßt.

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Wanderer aus Dittmannsdorf auf dem Jakobsweg am 12.9.2015

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Wie jedes Jahr unterstützten die Chemnitzer Jakobspilger den Hospizverein in Chemnitz beim Hospizlauf personell und durch Spenden.

 

Der Verein „Divinus Edictum“, der am Ortseingang von Euba am Jakobsweg ein Areal zur Verfügung gestellt bekommen hat, lädt alle Pilger und Interessenten (natürlich auch mit Partnern) zu einem gemeinsamen Abend ein.

Getränke sind vor Ort erhältlich, Grillgut ist individuell mitzubringen und kann dort gegrillt werden.

Was ist zu sehen?

Bau eines mittelalterlichen Siedlungsdorfes

Die Geschichte knüpft an den damaligen Verkauf des Ortes Iwes an. 1317 verkaufte ein Ullrich von Iwen (Iwen gleichbedeutend wie Euba) sein Lehen (Land) – die Waldung von Altenhain – an das Kloster zu Chemnitz. Euba war damals dem Archidiakonat Zschillen (Wechselburg) zinspflichtig. Es mußte an denVerwalter von Zschillen für die bischöfliche Schatulle in Meißenjährlich 3 Mark in Silber Steuern bezahlen. Die Archidiakonate waren aus dem Bistum Meißen hervorgegangen, zu welchem die Umgegend Chemnitz gehörte. 1317 verkaufte Ulrich von Iwen sein ganzes Lehn und Gut. Zschillen (Wechselburg), gehörte damals zum Gebiet desDeutschen Ordens. Zu dieser Zeit war dies eine Deutschordensballei, der also Eyba oder Iwen unterstand.

Das Dorf ist die Umsetzung in eine Art begehbares Museum. Treten sie ein um echtes Mittelalter zu fühlen, zu leben und zu schmecken. Dieses Siedlungsdorf wird in eine Welt des Mittelalters um 1300 (1250-1350), einen Einblick geben in ihr alltägliches Treiben. Vor Ort werden die Ritter des Deutschen Ordens, allgegenwärtig ihre Präsenz zeigen. Unter ihrer Politik werden in den ersten Jahren nach dem Kauf folgende Dinge errichtet: -ein Langhaus, – eine Deutschordens Kommende, – eine Arena, – eine Burg, -eine Kapelle, – Handwerkshütten, – kleine Wohnhäuser.

Mehr ist zu erfahren über:

http://www.divinus-edictum.com/ueberuns.htm

 

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In Memoriam Gerhard Maske

 

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Am 7. November 2014 ist unser Pilgerfreund Gerhard Maske plötzlich verstorben. 

 

 

Liebe Jakobspilgerinnen, Jakobspilger und Interessierte

 

Im Namen des Vereins Sächsischer Jakobsweg möchten wir Sie und Ihre Familien herzlich einladen zu einer Pyramidenweihe der besonderen Art. Am Sonnabend, dem 29. November, wird in Jahnsdorf / Erzgebirge die erste Pyramide an einem europäischen Jakobsweg eingeweiht und angeschoben, die mit Pilgermotiven versehen ist.

Ihren Standort hat die Pyramide am 3.000-Km-Stein des Sächsischen Jakobswegs in Jahnsdorf, in unmittelbarer Nähe der Pilgerherberge des Unternehmers Dietmar Peger. Der Sockel misst etwa 3,80 Meter, die Höhe gut drei Meter. Eines der Motive ist die Nachbildung der Kathedrale im spanischen Santiago de Compostela, dem Ziel aller Jakobspilger.

Von 14 Uhr bis 16.30 Uhr können Sie sich auf dem Jahnsdorfer Weihnachtsmarkt mit Leckereien und Getränken von Erzeugern vor Ort sowie Posaunenbläsern einstimmen.  Gegen 16.30 Uhr beginnt dann die Pyramidenweihe.

Bericht vom Anschieben der Pyramide

http://chemnitzerjakobspilger.blogspot.de/

 

Der regionale Fernsehsender Kanal 9 Brand-Erbisdorf hat vor kurzem einen Beitrag über den Sächsischen Jakobsweg gesendet.

Dabei wird ein Stück des Weges zwischen Kleinschirma und Chemnitz vorgestellt.

Hier das Video:

Viel Spaß beim ansehen.

 

 

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Die Chemnitzer Jakobspilger und Tomáš Najbrt gestalteten anläßlich des Jakobustages 2014 in der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi eine Vesper mit Musik.

Die persönlichen Worte zum Pilgern, vorgetragen von unserer Pilgerin Bettina Mehl, euch allen zur Kenntnis:

Chemnitz, 24.07.2014

„Wir sind alle Pilger, die  auf verschiedenen Wegen einem gemeinsamen Treffpunkt zuwandern.“

Antoine de Saint-Exupery

Wir, die „Chemnitzer Jakobspilger“, waren oder sind auf dem Weg, auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela.

Ich möchte stellvertretend für unsere Gemeinschaft einige persönliche Worte zum „Pilgern“ sagen.

Diesen stelle ich ein Gedicht voran, das unser Pilgerfreund , Siegfried Bayer, ausgesucht hat. Er wollte gemeinsam mit mir über unsere Pilgersehnsüchte und -erfahrungen sprechen. Leider hatte er  vor einigen Tagen einen Verkehrsunfall. Zum Glück befinden er und seine Frau sich auf dem Weg der Besserung. Wir wünschenden beiden von hier aus alles erdenklich Gute, damit sie schnell wieder gesund werden. 

Gedicht von Elisabeth Alfrink:

Nach Santiago wollte ich gehen,

Darum bin ich aufgebrochen,

aufgebrochen von zuhause.

Mit Muschel, Hut und Stab,

wie Jakobspilger gehen.

 

Santiago habe ich erreicht,

doch die Sehnsucht bleibt,

Sie wächst und wächst,

sie treibt mich weiter.

 

So bleibe ich auf dem Weg,

mit Jakobus an meiner Seite.

Unterwegs zu unser aller Ziel,

in die ewige Heimat.

 

Siegfried Bayer ist bereits 5 mal in Santiago gewesen.

Doch die Sehnsucht bleibt.

Ich bin noch auf dem Weg nach Santiago – auch mich treibt die Sehnsucht:

– die Sehnsucht nach Freiheit,

nach Unabhängigkeit,

nach Ursprünglichkeit und Einfachheit,

nach Ruhe und Besinnung,

nach Naturerfahrungen und Mitmenschlichkeit,

nach Spiritualität.

Der Sehnsucht nach Freiheit nachgeben heißt, einfach los zu gehen, Grenzen überschreiten (Ländergrenzen, eigene Grenzen).

Ich möchte unabhängig sein – jetzt bin ich mal nur für mich da. Ich allein entscheide meinen Tagesrhythmus – wann ich gehe, wie schnell ich laufe, wie lange ich verweile, wenn mir ein Ort gefällt.

Beim Pilgern kehre ich zur Einfachheit und Ursprünglichkeit zurück  – ich bin glücklich, wenn ich etwas zu essen und zu trinken und ein Dach über dem Kopf habe – ich kann alles, was ich für meinen Körper brauche, auf dem Rücken tragen. Alles andere ist Luxus und Ballast zugleich. Je mehr man besitzt, desto mehr Zeit und Geld braucht man, um es zu erhalten.

Und ich brauche Zeit, um mein Leben zu reflektieren. Diese Zeit gibt mir der Jakobsweg. Ich bin viele Stunden mit mir allein. Meine Vergangenheit drängt sich immer wieder in meine Gedanken. Plötzlich kann ich – mit dem Abstand von vielen Jahren – verzeihen. Und ich werde dankbar – ich darf nach Spanien gehen (ohne Grenzbeschränkung) – ich kann es mir finanziell leisten und ich bin gesundheitlich in der Lage, diese Strecke zu gehen.

Ich suche und finde Ruhe und Besinnung. Ich habe Ruhe vor den sonst im Alltag auf mich einstürzenden Problemen und ich besinne mich endlich wieder auf mein Handeln. Ein Beispiel – auf dem Weg von Nürnberg nach Ulm – kaufte ich bei einem ortsansässigen Gärtner Süßkirschen. Ich fragte ihn, ob diese abgewaschen wären. Als Antwort zeigte er auf seine Bewässerungsanlage- ich könne die Kirschen dort waschen. Als ich den Wasserhahn aufdrehte -schoss es mir plötzlich durch den Kopf – Ist das wirklich Trinkwasser?  Das ist doch eine Verschwendung mit Trinkwasser Felder zu gießen! Ja, es war Trinkwasser und bis zu diesem Moment war mir nicht bewusst, wie verschwenderisch wir mit diesem kostbaren Gut umgehen. Ich bin erst dort zur Besinnung gekommen.

Der Pilger auf dem Jakobsweg lässt sich verwandeln.

Als Pilger läuft man den ganzen Tag durch die Natur. Der Geist wird frei, der Körper auch – die Nase nimmt wieder die Blütendüfte wahr. Der Himmel wird beobachtet, wie die Wolkenbildung aussieht. Man möchte ja nicht jeden Regenguss mitnehmen. Feldraine und Alleen werden schmerzlich vermisst. Ohne Bäume und Sträucher brennt die Sonne unbarmherzig und auch dem Regen ist man schutzlos ausgeliefert. Früher hatten diese Gehölze eine wichtige Schutzfunktion, heute sitzen wir im Auto und schalten die Klimaanlage an und kommen nicht zur Besinnung.

Jeden Tag begegnen wir anderen Menschen. Und viele empfangen uns mit offenen Herzen. Sobald sie die Jakobsmuschel, das Zeichen der Jakobspilger, sehen, sprechen sie uns an. In Ravensburg schenkte mir eine Frau, der ich auf der Straße begegnete, einen kleinen Engel aus Stein – aus Freude und Anteilnahme, dass ich gepilgert bin.

In der Schweiz, in Rapperswil, sprach mich auf dem Marktplatz ein älterer Herr an und bat mich in Santiago „ein Vaterunser“ für ihn zu beten.

Und die Pilger sind wie eine große Familie – die Deutschen sprechen sich mit „Du“ an – da ist man sofort vertraut. Auch mit anderen Nationen ist man schnell beim Austausch von Worten und Gesten. Die soziale Stellung, das Einkommen und das Alter sind völlig egal und wir haben alle das gleiche Ziel – und das verbindet. Manchmal entwickeln sich aus solchen Begegnungen über Ländergrenzen hinweg Freundschaften – der beste Weg, um Frieden zu erhalten.

Der Jakobsweg ist auch ein spiritueller Weg. Spiritualität bedeutet ja Geistigkeit im weitesten Sinne.

Der Jakobsweg lehrt uns Begegnungen, die wir – je nach Weltbild – für uns erfahrbar machen. Ganz gleich, ob wir gläubig sind oder nicht, wir werden doch angeregt, über Gott oder wie wir es auch nennen möchten, nachzudenken, nachzufühlen. Man erlebt viele Situationen, in denen man denkt, das kann doch jetzt kein Zufall sein.

Wer pilgern geht, läuft auf einem vorbezeichneten Weg. Es werden verehrungswürdige Orte aufgesucht. Es gibt alte, einfache Kirchen, die eine unbeschreibliche Magie ausstrahlen, die jeder Mensch spüren kann – z.B. die Kirche in Amsoldingen in der Schweiz – ein Kraftort, der schon lange vor den Römern eine heilige Stätte war.

Wir Pilger sind nicht nur auf dem Weg nach Santiago, sondern auch immer auf dem Weg zu uns selbst. Beim Pilgern lernt man wieder auf sein „Bauchgefühl“ zu hören.

Unsere Sehnsucht sucht einen Ort im Diesseits. Und den können wir nicht finden. Deshalb sind wir zeitlebens unterwegs zu uns selbst, zu  anderen Menschen, zu Gott.

Unser ganzes Leben ist eine Pilgerreise – weite Strecken müssen wir allein gehen, wir wissen nicht, was auf uns zukommt – aber wir sind gezwungen weiter zu gehen, weiter zu leben. Und wenn wir diesen Abschnitt bewältigt haben, haben wir Mut und Kraft gewonnen für die nächste Etappe.

Der Pilger kommt innerlich und äußerlich gestärkt vom Weg zurück. Er hat die Schwierigkeiten des Weges überwunden, selbst, wenn er sein ursprüngliches Ziel nicht erreicht. Bis zum Ende seiner Reise hat er plötzlich auftretende Schwierigkeiten gemeistert und ist immer weiter vorangekommen.

Wir Pilger lernen unserer eigenen Kraft zu vertrauen, die Hilfe anderer anzunehmen und selbst Unterstützung zu geben. Und wir lernen Frieden mit uns selbst zu schließen. All das brauchen wir auch für unser alltägliches Leben.

Für uns Pilger ist der Jakobsweg eine Quelle, aus der wir Lebenserfahrung, Mut, Kraft, Zuversicht und Glauben schöpfen – für ein gelingendes Leben.

Wir sind dankbar für das Glück und die Freude, die wir erleben dürfen.

Und wenn ich jetzt ein wenig Pilgersehnsucht in Ihnen geweckt habe, dann gehen Sie doch einfach mal ein Stück des Weges. Hier vor der Jakobikirche weist die Muschel den Weg in Richtung Stadtpark – Wasserschloß Klaffenbach nach Santiago.

Buen Camino – Guten Weg.

Bettina Mehl  

(Beitrag der „ChemnitzerJakobspilger“ am 24.07.2014 in der „Jakobi-Kirche“ in Chemnitz)

 

 

Thomas Böttcher von R.SA auf großer Entschleunigungstour 2013

 

Bei seiner Wanderung quer durch Sachsen von Görlitz über Dresden und Freiberg nach Günthersdorf wurde er auf der Etappe Freiberg – Oederan, die fast identisch mit dem Sächsischen Jakobsweg war, von einem Pilger begrüßt.

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Siehe auch:
http://snapwidget.com/v/569343926736762450#.UmEvDHC-2So
und (Etappe 10)
http://www.rsa-sachsen.de/2569966/BoeFi_Blog.html

 

 

In Falkenau haben Anlieger des Sächsischen Jakobsweges diese Schnitzerei angebracht. Schön, dass der Weg angenommen wird. Dafür herzlichen Dank.

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 …Über das Pilgern

In einem Newsletter fand ich Folgendes über das Reisen. Ich habe dort das Wort Reisen durch das Wort Pilgern ersetzt und heraus kamen diese Gedanken:
Ja das Pilgern! Aufbrechen, um wiederzukommen. Aufgeregt wegfahren und gerne heimkehren. In die Ferne schweifen und auch dort sich selbst finden.

Pilgern heißt Leben für mich. Intensives Leben. Mich einlassen auf Neues, wahrnehmen und aufnehmen. Immer wieder los zugehen und es gleichzeitig zu schaffen, bei mir bleiben in der Fremde, in all dem Unbekannten.

Staunen und mich bewegen lassen, ohne mich zu verlieren. Mich bereichern lassen von Unbekanntem und Neuem, mich erfüllen lassen von allem und gleichzeitig immer wieder meine Mitte als Halt finden in der Unbeständigkeit.

Ja, Pilgern bedeutet Leben für mich, denn ich empfinde das Leben als (Pilger)-Reise. Ob nun hier in meinem Alltag, der mich auf seine Art auch immer wieder neu fordert, ob im Zusammensein mit anderen, im stetigen Entdecken von mir selbst oder ob tatsächlich als in-die-Welt-Ziehender… – es ähnelt sich und stellt mich vor dieselben Herausforderungen. Und ich stelle fest: das Ankommen ist immer dann gut, wenn sich Türen öffnen, denn ankommen darf niemals heißen, am Ende zu sein.

 

Ankommen

Ankommen

nicht an einem Endpunkt

sondern am Anfang

von allem,

was noch kommt. 

 

Hochzeitsreise beginnt auf dem Sächsischen Jakobsweg

 

Von Freiberg bis Zürich wollen die jung Verheirateten Isabelle V. und Jörg Schanze auf dem Jakobsweg ihre Hochzeitsreise verbringen. Am Kilometerstein im Zeisigwald stellten sie sich der Kamera.

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Bilder von der feierlichen Eröffnung des Sächsischen Jakobsweges und des Jakobsweges Vogtland am 1. und 2. Juni 2013 in Freiberg:

 

http://www.jakobsweg.in-chemnitz.de/2013eroeffnung/

 

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Und hier nun die angekündigten drei Teile eines filmischen Berichtes über den Verlauf des Sächsischen Jakobsweges von Bautzen nach Dresden.

 

Wer dies schon mal sehen möchte, kann über diesen Link „mitlaufen“!

 

http://www.youtube.com/playlist?list=PLNOo6aqcmJISWck_HtqrSMPenMknK4IrM&feature=em-share_playlist_user



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„Pilgerandrang“ am neuen Pilgerstein in Jahnsdorf an der Pilgerherberge von Dietmar Peger

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Ostern 2013 am  Kilometerstein im Zeisigwald

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Das Hinweisschild an der Jakobikirche hängt wieder an seinem Platz!

 

 

 

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Mit dem Rad von Klaffenbach (Chemnitz) bis nach Santiago de Compostela

Josephin Kunze berichtete von der Tour bei unserem letzten Stammtischtreffen.

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Am 19. und 20. August begleiteten wir eine Gruppe von 23 Pilgern aus Götzenhain in Hessen auf Ihrem Weg von Freiberg nach Chemnitz.

Bei der Übergabe eines Pilgerpasses, der diese Begehung bestätigte, entstand dieses Bild. 

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Kilometerstein im Zeisigwald,  auf dem die Entfernung bis nach Santiago de Compostela ausgewiesen ist.

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Am 25. Juli 2011, dem Fest des St. Jakobus, wurde am Portal der Stadt- und Marktkirche St. Jakobi eine Hinweistafel „Stadt- und Marktkirche St. Jakobi am Sächsischen Jakobsweg an der Frankenstraße“, gestiftet von den Chemnitzer Jakobspilgern, enthüllt. An dieser feierlichen Handlung und beim anschließenden Vortrag zur Geschichte und Gegenwart des sächsischen Jakobsweges nahmen über 80 Personen teil.

 

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